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Einrichtung und Inbetriebnahme von Aufzugsanlagen

Für die Errichtung und Inbetriebnahme neuer Aufzugsanlagen sind zahlreiche Arbeitsschritte und Voraussetzungen notwendig. Die Sicherheit und eine hohe Verfügbarkeit der Aufzüge für unsere Kunden ist für uns von hoher Bedeutung.
 
Von der Planung über die Errichtung bis hin zur Inbetriebnahme neuer Personenaufzüge müssen fachgewerkübergreifende Arbeiten bzw. Aufgaben erledigt werden und dabei eine Vielzahl verschiedener Fachfirmen mitwirken:

 

Tiefbaufirma
[Dauer ca. 2-3 Monate]

Errichtung des Aufzugsschachtes

  • –Erd- und Verbauarbeiten zur Baugrubenherstellung, gegebenenfalls mit bauzeitlicher Wasserhaltung
  • Stahlbetonarbeiten inklusive Einbau der „Inneren Erdung“ und der Halterungssysteme für die Befestigung des Aufzugschachtgerüsts
  • Herstellung einer kraftschlüssigen und – in Abhängigkeit von den örtlichen Verhältnissen – wasserdichten Anbindung an bestehende bzw. neue Bauwerke (z.B. Personenunter-führung, Stützbauwerke, etc.)
Bahnhof Ladenburg, Bahnsteig 1 – Rohbau Aufzugsunterfahrt

 

Stahlbaufirma
[Dauer ca. 1,5 Monate]

  • Vorort-Aufmaß, Herstellung und Vorortmontage des Aufzugschachtgerüsts, in dem die Aufzugsfahrkabine geführt wird
  • Herstellung und Vorortmontage des Aufzugmund-Hauses inklusive Verglasung und Anbringung von Vordächern sowie der Türzargen
  • Herstellung von Übergangs-/Verbindungskonstruktionen zu bestehenden Bauwerken (bei Bedarf)
Bahnhof Heddesheim/Hirschberg, Bahnsteig 1 - Montage Aufzug-schachtgerüst und Übergangskonstruktion zur bestehenden Straßenbrücke

 

Aufzugsbaufirma
[Dauer ca. 1 Monat]

  • Einbau der Aufzugsfahrkabine inklusive der maschinen-technischen Anlage (Antrieb, Steuerung, Elektronik für Ansage, Beleuchtung, etc.)
Bahnhof Heddesheim/Hirschberg, Bahnsteig 1 – Einbau Aufzugsfahrkabine mit Maschinentechnik sowie Montage der Türzargen

 

Fachfirma für Elektrotechnik
[Dauer ca. 2 Wochen]

  • Herstellung der bauzeitlichen sowie der endgültigen Stromversorgung für die Aufzugsanlage
  • Herstellung des Erdungsanschlusses für das Schachtgerüst und Anbringung der Hauptpotenzial-ausgleichschiene im Aufzug
  • Erstellung von Messprotokollen

 

Fachfirma für Telekommunikationstechnik
[Dauer ca. 2 Wochen]

  • Herstellung und Einrichtung der Telekommunikationsanlage für Notruf und Fernüberwachung der störungsfreien Funktionsfähigkeit der Aufzugsanlage
  • Aufschaltung auf „3-S-Zentrale“ der DB Station&Service AG
Bahnhof Mannheim-Rheinau, Bahnsteig 2 – vorbereitende Maßnahmen zur Stromversorgung, Notrufaufschaltung und Fernüberwachung der Aufzugsanlage

 

Abnahme- und Inbetriebnahmeverfahren
[Dauer ca. 1,5 Monate]

  • Abnahme der Montageleistung (Aufzugs- und Stahlbaufirma in Eigenverantwortung)
  • fachtechnische Abnahme Elektro- und Telekommunikationstechnik
  • Aufschaltung zur automatischen Fernüberwachung
  • TÜV-Abnahme
  • VOB-Abnahme
  • Herstellung der Mängelfreiheit der Gesamtanlage (nach qualifiziertem Abschluss aller Gewerke)
  • Gegebenenfalls Wiederholung der Abnahmeprozesse
  • Inbetriebnahme und Übergabe der mängelfreien Aufzugsanlage an den Anlagenbetreiber (Bahnhofsmanagement)

 

Bahnhofsmanagement
[Dauer ca. 2 Wochen]

  • Erstellung des Notfall-/Alarmplanes
  • Beauftragung und Einweisung eines Dienstleisters für Notfälle und Personenbefreiung

 

Besonders anspruchsvoll bei der Errichtung von Aufzugsanlagen ist die Tatsache, dass die Arbeiten der verschiedenen Fachfirmen so eng miteinander verzahnt sind, dass sich der Bauablauf einer Firma auf alle weiteren Abläufe, die Arbeiten der anderen Firmen und letztlich auch auf den Inbetriebnahmetermin auswirken.

Auch wenn der Aufzug „von außen betrachtet“ bereits fertiggestellt wirkt und der Eindruck entsteht, die Aufzugsanlage wäre nun innerhalb kurzer Zeit betriebsbereit, ist in der Regel noch Vieles zu tun: nach Montage des Schachtgerüsts folgen die Arbeiten an der maschinentechnischen Anlage sowie der Elektrotechnik und den Telekommunikations-anlagen, welche gleichermaßen Zeit beanspruchen.

Erst wenn all diese Arbeiten qualifiziert abgeschlossen sind, beginnt im Anschluss ein feststehendes Inbetriebnahmeverfahren mit verschiedenen fachtechnischen Prüfungen sowie der TÜV- und der VOB-Abnahme. Vor der Inbetriebnahme müssen die hierbei festgestellten Mängel vollumfänglich beseitigt und gegebenenfalls nochmals abgenommen bzw. geprüft werden. Erst dann kann die baulich fertig gestellte und mängelfreie Aufzugs-anlage in Betrieb gehen und an das Bahnhofsmanagement als zuständigen Anlagen-betreiber übergeben werden.

Ebenfalls Einfluss auf die Montagedauer der Personenaufzüge hat das „Bauen unter rollendem Rad“. Für alle Arbeiten mit Auswirkungen auf den Eisenbahnbetrieb ist rechtzeitig vor Durchführung eine baubetriebliche Anmeldung und Genehmigung (BETRA) zu erwirken, um ausreichende Sperrpausen zu erhalten.

Weitere Beispiele für die Errichtung von Aufzugsanlagen im Rahmen des Nahverkehrs-projekts „S-Bahn Rhein-Neckar“:

Bahnhof Heddesheim/Hirschberg, Bahnsteig 2
Bahnhof Hockenheim, Bahnsteig 1 - Aufzugsturm mit Anbindung an die bestehende Personenüberführung (Steg) und den Bahnhofvorplatz
Haltepunkt Frankenthal Süd, Mittelbahnsteig - Aufzugsturm mit Anbindung an die bestehende Personenüberführung (Steg)
Haltepunkt Germersheim Mitte – freistehender Personenaufzug mit Zugangssteg zum Bahnsteig der S-Bahn und integriertem Treppenturm
Bahnhof Ludwigshafen-Oggersheim, Bahnsteig 2 - Aufzugsanlage mit Übergangskonstruktion zum bestehenden Personensteg
Bahnhof Schwetzingen, Bahnsteig 2 – Aufzugsanlage vom Mittelbahnsteig zur bestehenden Personenunterführung

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